Bio-Lebensmittel für Babys und Kinder

Bio-Lebensmittel

Auch wenn der Marktanteil von Bio-Produkten längst nicht so groß ist wie von vielen angenommen, ist ein Trend zu Lebensmitteln aus ökologisch kontrolliertem Anbau zu verzeichnen. Warum dieser Trend Substanz hat und es sich gerade zugunsten der Kinder lohnt ihm zu folgen, lesen Sie hier.

Das ist Bio

Bei „Bio-Lebensmittel“ handelt es sich um einen Begriff, der innerhalb der EU gesetzlich definiert ist. Darunter fallen jene Nahrungsmittel, die aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen, nicht gentechnisch verändert und ohne den Einsatz konventioneller Pestizide, Kunstdünger oder Abwasserschlamm produziert wurden.

Tierische Bio-Produkte stammen von Tieren, die artgerecht nach der EG-Ökoverordnung gehalten und nicht mit Antibiotika oder Wachstumshormonen behandelt wurden.

Grundsätzlich enthalten Bio-Lebensmittel im Vergleich zu herkömmlicher Nahrung weniger Zusatzstoffe.

In Deutschland werden die Lebensmittel, die diesen Anforderungen entsprechen seit 2001 mit dem staatlich kontrollierten Bio-Siegel ausgezeichnet. Darüber hinaus müssen Hersteller ab 2010 auch das EU-weite Bio Siegel auf ihren Verpackungen abbilden. Die meistgekauften Nahrungsmittel mit Bio-Siegel sind Milchprodukte, Backwaren, Gemüse und Obst. Zu finden sind diese und weitere Bio-Speisen in Supermärkten, Naturkostfachgeschäften und Biosupermärkten.

Bio für Kinder

Muttermilch ist als Nahrungsquelle für die Allerkleinsten bekanntermaßen durch nichts zu toppen. Auch Brei aus dem Gläschen, der die Muttermilch nach einigen Monaten ablöst, muss sich nicht verstecken, denn er erfüllt im Regelfall den Bio-Standard. Nach EU-Diätverordnung muss Babynahrung praktisch frei von Pestiziden sein, außerdem darf sie nur geringfügig mit Nitrat belastet sein. Aus dem Grunde nutzen die meisten Hersteller von Babybrei Biowaren.

Wenn auch der Brei Vergangenheit ist, stellt sich für viele Eltern die Frage, ob es sinnvoll ist, bei der Kinderernährung auf Bio-Produkte zu setzen. Ein ganz profanes, aber nachvollziehbares Hemmnis sind oftmals finanzielle Erwägungen. In der Tat macht sich der Preisunterschied gegenüber konventionellen Lebensmitteln bei Gemüse und Obst durchaus bemerkbar. Hier kann man aber auch Kompromisslösungen finden, indem man im Sommer eher Produkte aus regionalem Anbau und außerdem nach Saison einkauft – diese Pflanzen enthalten weniger Pestizide und Nitrate. Im Winter kann man dann überwiegend auf Bio setzen. Für die Kinder lohnt es sich: Sie reagieren empfindlicher auf Zusatz- und Farbstoffe, auf künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker.

Von diesen Zusatzstoffen enthalten Bio-Lebensmittel einfach deutlich weniger. Wenn Sie also sicher gehen wollen, dass die Nahrung Ihrer Kleinen möglichst wenige Rückstände aufweist, sollten Sie regelmäßig zu Bio-Waren greifen.