Im Strategieplan einer gesunden Ernährung kommt dem gemeinsamen Einnehmen von Mahlzeiten eine Schlüsselrolle zu. Im Kreise der Familie zu speisen trägt wesentlich dazu bei, bei den Kindern ein Bewusstsein für gesundes Essen zu entwickeln.
Gesellschaftliche Negativentwicklung
Das Bild einer einträchtig um den Essenstisch versammelten Familie ist aufgrund unterschiedlicher gesellschaftlicher Entwicklungen selten geworden. Zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen heutzutage sind es gewohnt, selbst für ihre Mahlzeiten zu sorgen – sich selbst etwas zu kochen, häufiger noch sich selbst etwas zu kaufen oder Mahlzeiten sogar komplett ausfallen zu lassen. Dies ist für die Kleinen und Heranwachsenden in jeder Hinsicht ungesund. In einer solchen Notsituation bietet die Nahrungsmittelindustrie allzu oft untaugliche Unterstützung an: Fast Food und Mikrowellengerichte sind eben so allgegenwärtig wie der Pizzabringdienst und die Imbissbude.
Kommt zusammen!
Beim gemeinsamen Essen hingegen können Eltern ihrer Vorbildfunktion viel eher gerecht werden. Zuerst werden gesunde und nahrhafte Speisen aufgetischt, dann werden sie zusammen verzehrt. Die Kinder sehen, dass sich ihre Eltern ebenfalls gut ernähren und beginnen auf diese Weise ein Bewusstsein für gesunde Lebensmittel zu entwickeln.
Gemeinsam essen gesünder
Aufgrund der Entwicklung, dass heutzutage immer mehr Kinder und Jugendliche unter Essstörungen, Über- oder Untergewicht leiden, befassen sich Gesundheitspsychologen verstärkt mit dem Ernährungsverhalten des Nachwuchses. Studien belegen, dass Kinder, die ihre Mahlzeiten häufiger im Familienkreis einnehmen, sich insgesamt deutlich gesünder und ausgewogener ernähren. Bei Kindern und Jugendlichen, die häufiger sich selbst überlassen sind, treten hingegen umso häufiger verschiedene Leiden wie depressive Symptome, Übergewicht oder die Angst, nicht genügend zu essen zu bekommen, auf.
Wenigstens bemühen
Natürlich haben viele unter erschwerten Bedingungen zu leiden: Zahlreiche Eltern sind alleinerziehend und/oder haben einen zeitaufwändigen Job. Daher ist es nicht überall gleichermaßen einfach, gemeinsame Mahlzeiten einzurichten. Dennoch sollte man wenigstens bemüht sein, so oft wie möglich zusammen mit den Kindern zu Tisch zu sitzen. Der Nachwuchs braucht das gute Beispiel seiner Eltern ebenso wie die Atmosphäre, die bei einem gemeinsamen Essen entsteht.
Positiver Nebeneffekt: Eltern und Kinder verbringen Zeit zusammen und reden miteinander. Auf diese Weise sind schon die schönsten Familientraditionen geboren worden!




