Süßigkeiten für Kinder

Fett, Zucker und Salz

Bei einer Umfrage, mit welchen Stoffen gerade bei der Kinderernährung zurückhaltend umgegangen werden sollte, würden wohl auch jene, die nicht Ernährungswissenschaften studiert haben, zuerst auf die üblichen Verdächtigen tippen: Fett, Zucker und Salz. Zurecht, wie Sie hier lesen können...

Zuviel ist zuviel

Klar, Fett, Zucker und Salz gehören einfach dazu. Doch ebenso klar ist: Im überschaubarem Maße. Alles andere rächt sich.

Fett

Zu den Negativentwicklungen im typischen Ernährungsverhalten unserer Zeit gehört die Tatsache, dass Kinder und Erwachsene heutzutage 40% der Nahrungsenergie als Fett konsumieren. Ein derart hoher Fettverzehr über viele Jahre kann allerdings leicht zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen. Daher sollte der Fettverzehr mindestens auf 30% der Nahrungsenergie gesenkt werden. Beginnen Sie zu sparen – im Umgang mit Fett! 

Insbesondere die sogenannten versteckten Fette gilt es dabei zu beachten. Anzutreffen sind sie etwa in frittierten Speisen, Wurst, Käse, Sahne, Kuchen, Gebäck oder Schokolade. Sie enthalten überwiegend gesättigte Fettsäuren, die den Fett- und Cholesterinspiegel im Blut steigern. Das notwendige Fett sollten Ihre Kinder und Sie vor allem über Margarine und Speiseöle (vorzugsweise Sojaöl, sonst Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Olivenöl) beziehen. Pflanzliche Fette (von Kokosfett abgesehen) bestehen zu einem großen Teil aus wertvollen ungesättigten Fettsäuren und enthalten auch fettlösliche Vitamine.

Butter hingegen enthält auch zahlreiche gesättigte Fettsäuren, daher sollte sie nur gelegentlich aufs Brot kommen.

Zucker

Die Vorliebe für Süßes gehört zum Naturell fast aller Kinder. Obst ist in der Regel der beste Weg, diese Lust zu stillen, denn grundsätzlich ist Zucker mit Vorsicht zu genießen. Hinter seinem Konsum lauern ernstzunehmende Gefahren wie Karies und Übergewicht, von der mit ihm oftmals einher gehenden einseitigen Ernährung ganz zu schweigen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Hebel mal wieder früh anzusetzen und bereits Kleinkinder möglichst nicht an den Geschmack von Süßem zu gewöhnen. Typische Desserts wie Pudding und Eis oder beliebte „Zwischendurch-Snacks“ wie Schokoriegel stehen auf der schwarzen Liste weit oben. Man sollte diese Naschereien zwar weder verteufeln noch verbieten, sie sollten aber die Ausnahme sein. Auch im Ernährungsalltag ist Zurückhaltung beim Einsatz der verschiedenen Süßungsmittel angezeigt. Honig, brauner Zucker, Rohrzucker oder auch Sirup haben letztlich die gleichen Nachteile wie gewöhnlicher Haushaltszucker. An Mäßigkeit führt also kein Weg vorbei und wenn’s dann doch mal Kuchen, Schokolade oder Bonbons gegeben hat – Zähne putzen nicht vergessen! 

Salz

Im Positiven wie im Negativen können mit der Ernährung im Kindesalter bereits die Weichen für die spätere gesundheitliche Entwicklung gestellt werden. Um beispielsweise das Risiko für Bluthochdruck und Folgekrankheiten zu senken, sollten schon die Kleinen wenig Salz zu sich nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Jugendlichen und Erwachsenen, insgesamt nicht mehr als 6 g Kochsalz pro Tag zu konsumieren. Bei Kleinkindern sollen es nicht mehr als 2g – 3g sein, zudem ist zu beachten, dass zu starkes Würzen ohnehin die Geschmacksnerven überfordern würde. 

Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Quark, Joghurt und frischer Fisch haben einen geringen Kochsalzgehalt und sind somit wichtiger Teil einer dem Bluthochdruck vorbeugende Ernährung. Viel Kochsalz steckt hingegen in verarbeiteten Lebensmitteln wie Fertiggerichten und -soßen, pikanten Snacks, Käse, Wurst und Brot.