Fleisch und Fisch für Kinder

Fleisch und Fisch

Weder Fisch noch Fleisch...?...doch! Doch wie immer kommt’s auf das gebotene Maß an. Fleisch und Fisch sollten nicht zu oft in der Woche auf den Tisch kommen, dennoch enthält beides wichtige Stoffe, auf die man nicht verzichten sollte.

Wozu ist Fleisch gut?

In Fleisch sind gut ausnutzbares Eisen, hochwertiges Eiweiß und Vitamin B12 enthalten. Die im Vergleich eingeschränkte Verfügbarkeit von Eisen in pflanzlichen Lebensmitteln kann durch die Zugabe von Fleisch etwa verdoppelt werden.

Fleisch sollte möglichst mager sein. Für den Ernährungsplan empfiehlt sich aufgrund der teils unterschiedlichen Qualitäten der diversen Fleischsorten ein regelmäßiger Wechsel zwischen magerem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch. Schweinefleisch enthält beispielsweise viel Vitamin B1, Rindfleisch viel Zink.

Gutes Fleisch, weniger gutes Fleisch

Bekanntermaßen sollte gerade für Kinder zubereitetes Fleisch nicht zu stark angebraten werden, da die dabei entstehenden Röstprodukte in größeren Mengen gesundheitsschädigend sind.

Leber sollte man nur selten essen, und wenn, dann am Besten vom Schwein, da dieses Fleisch reich an Eisen ist. Grundsätzlich sollte Leber jedoch wegen der hohen Schadstoffbelastung und des oft überhöhten Vitamin A-Gehalts nur alle vierzehn Tage auf dem Speiseplan stehen. Da Leber allerdings eher in Ausnahmefällen zu den Favoriten der Kleinen gehört, wird angesichts einer solchen Regelung kaum mit massiven Protesten zu rechnen sein.

Auch Wurstsorten, die viele versteckte Fette beinhalten (etwa Dauer- oder Bratwurst), sollten nur selten aufgetischt werden. Stattdessen bieten sich magere Wurst- und Fleischprodukte wie etwa gekochter Schinken, Brüh- oder Kalbsleberwurst an.

Denken Sie daran, einige fleischfreie Tage in der Woche einzuhalten – zumindest was die tägliche warme Mahlzeit betrifft. Wenn Sie stattdessen Gerichte auf Basis von Gemüse, Obst und Getreide servieren, ist Ihr Kind bestens versorgt.

Kein Fleischklops

Servieren Sie Ihrem Nachwuchs noch keinen großen Braten. Viele Kinder sind schon vom Anblick eines solchen Fleischklopses überfordert. Oftmals bevorzugen die Kleinen Geflügel (gerne als Geschnetzeltes), Würstchen oder Hackfleisch. Um sowohl mundgerechte als auch möglichst gesunde Speisen anzubieten, kann man Hackfleisch oder kleinere Fleischstückchen mit Gemüse mischen, etwa in Eintöpfen oder Gulasch.

Wozu ist Fisch gut?

Fisch sollte einmal in der Woche auf dem Speiseplan stehen, denn als Jodlieferant ist er unersetzlich.

Fisch, der (Jod-)Retter in der Not

Da in anderen Lebensmitteln kaum Jod enthalten ist, Jodmangel aber ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann, ist insbesondere Seefisch ein Muss für den Ernährungsplan. Als die wichtigsten Nahrungsquellen gelten hier Seelachs, Kabeljau, Schellfisch und Scholle. Ein Mangel an Jod kann zur Vergrößerung der Schilddrüse und im schlimmsten Fall zu einem Kropf führen. Außerdem ist Jod besonders wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes. Daher sollte einmal in der Woche Fisch serviert werden.

Fette Fische und essentielle Fettsäuren

In fetten Fischensorten wie etwa Lachs, Makrele und Hering, sind die Stimmungsaufhellenden Omega-3-Fettsäuren enthalten. Sie zählen zu den lebenswichtigen essentiellen Fettsäuren, aus denen der Körper wiederum weitere wichtige Fettsäuren und Folgeprodukte herstellt.

Das Grätenproblem

Gerade wenn es um ihre Kleinen geht, haben Eltern oft nachvollziehbare Angst vor Gräten. Daher sollte man vor allem auf Filets setzen. Um noch sicherer zu gehen, kann man den noch rohen Fisch auf Gräten abtasten und selbige, sofern man fündig wird, mit einer Pinzette entfernen. Eine weitere mögliche Vorsichtsmaßnahme, die sich besonders bei kleinen Kindern sowieso anbietet, ist das Kleinschneiden des Fisches vor dem Verzehr.

Mehr Fisch als Stäbchen

Fischstäbchen erfreuen sich beim Nachwuchs fast schon traditionell großer Beliebtheit. Dennoch sollten die Erwachsenen nicht den Fehler machen, diese Tiefkühlspeise als vollwertigen Ersatz für „normalen“ Fisch zu betrachten. In der Panade der Fischstäbchen ist sehr viel Zucker enthalten, außerdem überdeckt sie häufig den originären Fischgeschmack. Auf diese Weise werden die Kinder also weder mit gesundem Fisch versorgt noch mit dessen typischen Geschmack vertraut gemacht. Daher gilt: Fischstäbchen sind natürlich mal erlaubt, aber den eigentlichen Bedarf decken sie nicht.