Kalzium erfüllt mehr als nur eine wichtige Funktion im menschlichen Körper. Eine besonders wichtige Rolle spielt es jedoch für das Knochengerüst – vor allem in der Zeit des Wachstums!
Für Stabilität und Wachstum
Kalzium ist der quantitativ am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus. Dabei kommen 99 Prozent des im Körper befindlichen Kalziums in Knochen und Zähnen vor. Wegen seiner besonderen Bedeutung für den Aufbau der Knochen ist Kalzium ein unschätzbarer Faktor für das Wachstum unserer Kinder. Doch darin erschöpfen sich die Aufgaben dieses Stoffes beileibe nicht. Weiterhin ist es für die andauernde Stabilität der Knochen und außerdem der Zähne zuständig. Darüber hinaus spielt Kalzium eine Rolle für die Blutgerinnung, die Funktion der Muskeln und Nerven sowie der Herz-, Nieren- und Lungenfunktion.
Keinen Mangel zulassen
Im grundsätzlich eher unwahrscheinlichen Fall eines fortwährenden Kalziummangels könnte es zu einer Entkalkung von Knochen und Zähnen kommen. Dies wiederum erhöht das Risiko von Knochenbrüchen bereits bei geringen Belastungen. Ein solcher Stabilitätsverlust könnte ferner Knochenverformungen verursachen, die ihrerseits Rückenprobleme und starke Schmerzen nach sich ziehen. Das zu verhindern ist jedoch im Regelfall kein großes Problem!
Milch und Co – Kalzium garantiert
Die größten Mengen an Kalzium liefern Lebensmittel wie Käse, Milch und andere Milchprodukte, also allesamt Speisen, die viele Kinder auch oft und gerne zu sich nehmen. In geringerer Konzentration ist Kalzium außerdem in Brokkoli, Grünkohl, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten enthalten. So ist im Normalfall der menschliche Kalziumbedarf durch die übliche Ernährung gedeckt und es bedarf keiner Kalziumangereicherten Speisen oder Nahrungsergänzungsmittel.
Sogar bei der Wahl des Mineralwassers kann man einen möglichst hohen Kalziumgehalt beachten – das ist umso sinnvoller bei Menschen, die unter Laktoseintoleranz, also einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden und ihren Kalziumbedarf durch Milch nicht stillen können.
Die empfohlene Zufuhr für Säuglinge unter vier Monaten beläuft sich auf täglich 220 mg und auf 400 mg für Babys zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensmonat. Kinder zwischen einem und vier Jahren sollten 600 mg, zwischen vier und sieben Jahren 700 mg, zwischen sieben und neun Jahren 900 mg und zwischen zehn und dreizehn Jahren 1100 mg zu sich nehmen.
Kalzium Vor der Schwangerschaft
Calcium ist ein so genannter kritischer Nährstoff – es ist nicht leicht, die ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Abgesehen von Milch und Milchprodukten, liefern unsere gängigen Lebensmittel nur wenig Calcium. Allerdings besteht vor und während der Schwangerschaft ein Mehrbedarf: Das Baby braucht es für seine Knochen, weshalb der Mineralstoff der Mutter wiederum entzogen wird. Um dieser ungeheuren Ungerechtigkeit beizukommen, sollte man auf die angemessene Ernährung achten. Eine möglichst hohe Calcium-Zufuhr dient auch der Vorbeuge gegen schwangerschaftsbedingte Krankheiten wie etwa Gestosen.
Lebensmittel, in denen viel Calcium enthalten ist: Käse (z.B. Bergkäse, Alpenzeller, Greyerzer), Milch, Joghurt, Kefir, Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Haselnüsse, Sesam.





