Mit dem Nahrungsmittel Milch verbinden wir in aller Regel eigentlich nur das Beste: Nahrhaft, gut für die Knochen, einfach gesund. Studien belegen allerdings, dass die populärste aller Milchsorten, nämlich die von der Kuh, für kleine Kinder nicht unbedingt die optimale Wahl ist!
Zuviel zur falschen Zeit...
Eiweiß ist ein unverzichtbarer Nährstoff und doch kann er zur falschen Zeit im falschen Maß negative Folgen bewirken. Experten warnen davor, Kleinkindern zu viel Kuhmilch zu geben, da sie sehr viel Eiweiß und wenig andere wichtige Nährstoffe wie Eisen, Jod und Vitamin D enthalte. Aktuellen Studien sagen aus, dass die erhöhte Eiweißaufnahme im Kindesalter in späteren Jahren eine entscheidende Rolle für erhöhtes Körpergewicht spielt. Die Langzeitstudie "DONALD" des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund weist nach, dass einjährige Kleinkinder mit einer hohen Proteinzufuhr im Alter von sieben Jahren einen höheren Body Mass Index (BMI) aufweisen als Kinder mit konstant niedriger oder wechselnder Proteinzufuhr. Auch andere internationale Studien belegen einen Zusammenhang zwischen hoher Proteinzufuhr im Kleinkindalter und einem erhöhten Übergewicht-Risiko im späteren Lebensalter. Auch Allergien können durch den Konsum von Kuhmilch gefördert werden. Bei vielen Kindern lösen Milchprodukte Beschwerden wie Hautprobleme und Verdauungsstörungen (Blähungen, Durchfall etc.) aus. Symptome wie diese und auch mögliche Entwicklungsstörungen bei Kindern sind auf die körpereigenen Proteine der Kuh, die große Zahl an Pestiziden, die die Kuh durch das Futter aufnimmt und eventuelle Rückstände von Medikamenten in der Milch zurückzuführen. Um mehr über Laktoseintoleranz rauszufinden, klicken Sie hier.
Alternativen
Der wichtige Beitrag an Kalzium, den die Kuhmilch leistet, wird nicht in Frage gestellt. Problematisch ist hingegen laut Experten der Mangel an anderen wichtigen Nährstoffen wie etwa Eisen oder Vitamin D bei einem gleichzeitig sehr hohen Proteingehalt. Alternativen für interessierte Eltern sind im Handel erhältlich.
Kindermilch
Grundlage einer speziellen Kindermilch ist Kuhmilch, der aber ein Teil des Eiweißgehaltes entzogen wurde. Zudem wird Kindermilch mit Eisen, Jod, Vitamin D und der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure in genau abgestimmter Menge angereichert. Damit wird der Bedarf an diesen lebens- und entwicklungsnotwendigen Nährstoffen gesichert. Untersuchungen zeigen, dass spezielle Kindermilch zu einer Verbesserung der Ernährungssituation führen kann, indem sie eine optimale kleinkindgerechte Versorgung unterstützt, die zu einer positiven Gewichtsentwicklung des Kindes mit beiträgt.
Ziegen- und Schafmilchprodukte
Ziegen- und Schafmilchprodukte sind meist gut verträglich und auch geeignet den Kalziumhaushalt aufzufüllen. Dies kann außerdem durch den Konsum von Obst und Fruchtsäften geschehen.
Bei Ziegen- und Schafmilch gilt jedoch zugleich die Einschränkung, dass sie (noch) weniger Vitamine und Mineralien als Kuhmilch enthalten.
Sojamilch
Eine inzwischen sehr häufig gewählte Alternative ist die Sojamilch. Das Soja-Protein wirkt cholesterinsenkend und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Jedoch enthält sie im Vergleich zur Kuhmilch auch deutlich weniger Kalzium.





