Wie merken wir, dass wir genug gegessen haben? Wie stellen wir fest, dass die verputzte Portion angemessen war? Studien belegen, dass meistens gegessen wird, bis der Teller leer ist – unabhängig vom eigentlichen Appetit und der Größe der Portion. Hier isst das Auge also nicht nur mit, es entscheidet sogar, sobald es sieht, dass der Teller leer ist. Somit versäumen wir es, auf unser Sättigungsgefühl zu hören. In Zeiten der Riesenportionen und des immer weiter um sich greifenden Übergewichts wirkt diese Angewohnheit umso verheerender. Dabei gibt es für das richtige Maß eine einfache Faust- oder besser: Handregel.
Portionsgrößen
Das richtige Händchen haben
Eine Portion = etwa eine Handvoll (manchmal auch zwei)! Der große Vorteil dabei ist, dass die Hand das individuellste Messgerät überhaupt ist. Sie wächst bis ins Erwachsenenalter mit, sie ist an Statur und Geschlecht angepasst und kann so die jeweiligen Bedürfnisse eher berücksichtigen!
Sonstige geeignete Mengenangaben: Bei Getränken ein Glas, beim Essen eine Scheibe.
Großes Obst und Gemüse
Eine Hand eignet sich als Maß für “große” Obst- und Gemüsesorten wie etwa
Äpfel, Orangen, Kohlrabi oder Paprika.
Kleines Obst und Gemüse
Formt man mit beiden Händen eine Schale, hat man das Maß für kleinstückige oder klein geschnittene Obst- und Gemüsesorten (Erd- und Himbeeren, Kirschen, Rosenkohl, Möhren). Auch Salatportionen lassen sich so gut abmessen.
Säfte
Ab und an durchaus möglich: eine der pro Tag empfohlenen fünf Obst- und Gemüseeinheiten durch ein großes Glas Obst- oder Gemüsesaft ersetzen.
Brot
Öffnen Sie Ihre Hand und strecken Sie die Finger aus – die Scheibe Brot, die darauf passt, entspricht einer Portion!
Kohlenhydrate
Unentbehrliche Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Nudeln werden ebenso mit zwei vollen Händen abgemessen wie zum Beispiel Müsli.
Milk
Eine Handvoll Milch klingt unappetitlich? Macht nichts, ein Glas Milch passt ebenso gut in eine Hand.
Süßigkeiten
Süßigkeiten und Knabbereien – nur eine Handvoll. Mehr ist zuviel.
Fette und Öle
Fett, z.B. Öl, wird in Esslöffeln gemessen. Die Menge richtet sich letztlich nach dem Alter.





