Proteine gehören zu den wichtigsten Nährstoffen für den menschlichen Körper. Für Kleine, die einmal groß und stark werden wollen, sind sie unverzichtbar.
Proteine – pro Wachstum
Für den Aufbau ihrer Körpersubstanz brauchen Kinder vermehrt Proteine. Dieser Bedarf muss durch die tägliche Zufuhr von Eiweiß gestillt werden. Eiweiß, ein Hauptbaustoff unseres Körpers, wird neben dem Zell- und Muskelaufbau auch für Stoffwechselvorgänge und zur Krankheitsabwehr benötigt. Daher sollten in der täglichen Ernährung etwa 10 bis 15 Prozent der zugeführten Energie aus tierischen und pflanzlichen Proteinen bestehen. Auf diese Weise wird die natürliche biologische Erneuerung von Proteinen Aufrecht erhalten, die für Wachstum und die Reparatur von Körpergewebe notwendig sind.
Hochwertiges Eiweiß in allen Formen
Hochwertiges Eiweiß gibt es in tierischer (Fleisch, magere Wurst, Fisch, Eier, Käse, Milch, Joghurt und weitere Milchprodukte) und in pflanzlicher Form (Vollkorngetreide, Nüsse, Bohnen und Erbsen). Grundsätzlich gilt, dass tierisches Eiweiß hochwertiger ist als pflanzliches, da es in der Zusammensetzung seiner Bausteine (Aminosäuren) am besten dem körpereigenen Eiweiß entspricht.
Ist zuviel Eiweiß schlecht?
Eine überhöhte Eiweißzufuhr für Babys und Kleinkinder sollte vermieden werden. Oftmals kommt sie zustande, wenn dem Kind zu früh und zuviel Kuhmilch gegeben wird. Nachdem von Muttermilch gänzlich auf Beikost umgestellt wurde, sollten Babys im zweiten Lebensjahr nach den aktuellen Empfehlungen Kuhmilch nur im Getreide-Milch-Brei (200 ml) bekommen. Ein zusätzliches Angebot von Milch und Milchprodukten darüber hinaus, etwa in Form von Joghurt oder Quark, sollte es hingegen nicht geben. Im 2. Lebenshalbjahr wird mit der derzeitigen Ernährungspraxis bereits eine weit über dem Bedarf liegende Eiweißzufuhr bis zu täglich 5g/kg Körpergewicht und mehr erreicht. Eine zu weit über den Bedarf liegende Versorgung mit Proteinen stellt unter anderem eine Belastung für die Nieren des Kindes dar. Nicht zu vernachlässigen ist überdies das Argument, dass übermäßiger Verzehr von Milch und Milchprodukten andere Beikostmahlzeiten, die wertvolle Nährstoffe liefern, verdrängen würde. Somit wäre die Ausgewogenheit der Kleinkind-Ernährung nicht mehr gewährleistet.




